00:02
Spritztour mit Leichenwagen.
00:08
Kriminalhörspiel von Holger Böhme.
00:38
Der kommt. Ich freue mich. Der kommt endlich in mein Gesicht.
00:42
Jetzt geht gerade die Totschuh los auf Sat.1. Ich halte es nicht mehr aus. Wenn der die Parole nicht kennt, wird er erschossen. Auf der Stelle. Wir machen keine Gefangenheit.
00:53
Das ist bestimmt ein guter Mensch. Ein guter Mensch. Ich spüre das.
00:56
Das wahre Leben findet im Fernsehen statt. Nur dort. Der Rest ist Traum.
01:15
Herr Jungnickel, das ist Ihr Zimmer, Zimmer 3. Das müssen Sie sich merken, die 3.
01:20
Bestimmt ein Zivilist. Zimmer 3 ist schon eingeprägt.
01:24
Ah, ich hasse Zivilisten.
01:29
2, 3, 4.
01:30
Herzlich willkommen im Irrenhaus. Ruhe, meine Herren, das ist ein neuer Patient, der Herr Jungnickel. Parole?
01:41
Ich bin so glücklich, glücklich, so ein Glück. Ach, Händchen, bitte, bitte. Erlauben Sie, was soll das, Schwester?
01:48
Nun beruhigen Sie sich doch, Herr Stieber. Ich mich freue.
01:51
Parole.
01:52
Hast du eine Fernsehzeitschrift? Bestimmt werde ich ohnmächtig. Die Freude gleich kippe ich um. Oh, passt auf, ich kippe um.
01:59
Der will raus, er kennt die Parole nicht. Schluss jetzt. Zerhackt ihn rüber runter, spießt ihn auf. Schluss.
02:08
Vielleicht, Schwester. Ich meine, wenn es möglich wäre, dass ich in ein anderes Zimmer verlegt werde. Ich möchte die Herren nicht stören und im Interesse meiner Therapie... Nicht doch, Sie werden sich schon eingewöhnen.
02:18
Was habe ich gesagt?
02:22
Da liegt er.
02:23
Nein, nicht schon wieder. Herr Stieber, Herr Stieber, aufwachen. Los, Eberhard, stehen Sie nicht rumhoch aufs Bett.
02:31
Wir sind eben nicht gut genug, hast du gehört? Ich habe das schon mal erlebt.
02:35
Im Fernsehen. Rübe Rutter ist die beste Therapie.
02:40
Soll ich den Arzt rufen?
02:41
Nein, der kommt von selber wieder. So, Herr Jungnickel, das dort ist Ihr Bett und das ist Ihr Schrank. Für die Ordnung drin sind Sie selbstverantwortlich.
02:49
Selbstverständlich. Hast du Linnenschwaße gesehen? Lebt Ivan noch, ja? Lebt er noch?
02:53
Still so, meine Herren. Wenn mir nur die kleinsten Klagen kommen, dann verspreche ich Ihnen Nachttisch ade. Und diesmal für mindestens drei Wochen.
03:02
Sie glauben wohl, weil Sie einen Busen haben, können Sie uns schikanieren. Alles im Leben ist sinnlos, mit oder ohne Busen.
03:12
Ich lasse die Herren jetzt allein. Machen Sie sich bekannt.
03:17
Nein, bitte, Schwester, gehen Sie nicht. Ich kann hier nicht bleiben.
03:20
In zehn Minuten ist Medikamentenausgabe. Ah!
03:35
Achimwächter. Genannt Klotze. Genannt. Stinknormale Psychose. Früher Elektriker. Unauffällig verheiratet. Zwillinge. Neubauwohnung. Paradontose. Fernsehen. Immer Fernsehen. Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mich jetzt schlafen ließen. Natürlich. Natürlich, mein Guter.
04:07
Verliebt sich in Fernsehansagerin. Verliebt sich. Schreibt Liebesgedichte. Schickt Blumen. Ganze Palette. Seine Frau kommt dazu. Wut. Schmeißt Fernseher aus dem Fenster. Zwei Tage später glotze hier. Sie sind wirklich hartnäckig. Der da so schnarcht. Ich bin Es zu beneiden.
04:39
Das ist der Saurich Eberhard. Die Diagnose wechselt. War mal ein hohes Tier bei den grünen Friedensforscher. Professor Ex-Oxford. Was ich nicht sagen. Ein Kollege sozusagen. Bist du Professor auch?
04:58
Ich war viele Jahre Lehrer für Geschichte. Und auch Sport. Aber das ist lange her.
05:05
Was ist denn dem Herrn Professor zugestoßen? Was, wie bitte? Geschichte?
05:10
Das Gute, das ist herrlich. Geschichte, das ist immer das Größte. Ist das nicht herrlich? So in der Dunkelheit liegen, so. Dazu ein gepflegtes Gespräch.
05:26
Man fühlt sich gleich als Mensch, so. So eine Freude. Ja, sehr schön. In der Tat.
05:33
Ja.
05:34
Beantworten Sie bitte meine Frage. Also der Eberhard hat bei einer irgendeiner Friedensdemonstration einen Knüppel auf den Kopf bekommen. Seitdem hält er sich für einen großen Feldherrn. Also immer für andere. Zurzeit Schaposchnikow, ein Oberbefehlshaber bei der Roten Armee. Und vor 14 Tagen...
05:58
Pfarrer Iwam, der Schreckliche. Da hat die Küchenfrauen verrückt gemacht, wollte rohes Fleisch essen.
06:05
Ich bin nicht irgendein General, ich bin Generalfeldmarschall, du Wurm.
06:10
Entschuldigen Sie bitte, Herr Professor, dass wir Sie geweckt haben. Was glaubst du, Eberhard, wie wir miteinander sprechen? Wie Menschen? Wie Menschen?
06:20
Wirklich so ein feines, freies Gespräch. Ich freue mich.
06:24
Herrlich. Du da, Neuer. Komm her.
06:27
Aber wir müssen schlafen. Sie brauchen Ihren Schlaf, Herr Professor.
06:32
Befehle ausführen. Herkommen.
06:34
Das tut mir gefallen. Komm, geh hin. Wir sind alles Menschen.
06:42
So, setz dich jetzt hier auf die Bettkante.
06:45
Jacke hoch. Ich mal dir jetzt mit dem Finger auf den Rücken und du musst raten.
06:54
Aber, meine Herren.
06:55
Jacke hoch.
06:56
Jetzt mach schon, ich helfe dir. Der macht immer das Gleiche, immer das Gleiche. Keine Angst.
07:04
Kanone.
07:05
Ja, ja, hurra. Das war Kanone, aber was für eine.
07:10
Eine große Kanone.
07:13
Ist ja blöd.
07:14
Wie sind Sie denn hierher gekommen, Joe? Ich war Polizist. Polizist und ein depressiver Polizist. Ist das nicht herrlich?
07:26
Bei jedem Strafzettel, den ich verteilen musste, habe ich geheult.
07:29
Ich habe immer geheult.
07:31
Zum Todlachen. Und dann neuartige Medikamente.
07:33
Und? Panzer? Antidepressiva. Und dann bin ich ins Koma gefallen. Plumps. Das war ein Spaß. Plumps. Weg war ich.
07:45
T34.
07:47
Panzerung 18 bis 60 Millimeter.
07:50
Das ist doch ein Kunstfehler. Da müssen Sie den Arzt zur Rechenschaft ziehen. Wieso denn? Wieso?
07:58
Ich bin aufgewacht. Da war ich vergnügt. Vergnügt wie nie im Leben. Und so ist es geblieben. Ganz vergnügt bin ich.
08:08
Bewaffnung 7,62 Zentimeter.
08:13
Oh, Jungs, ist das herrlich.
08:15
Ist das herrlich, ein Mensch zu sein. Ein Mensch unter Menschen.
08:22
Morgen erzählst du deine Geschichte.
08:25
Neuer. Meine Krankheit geht doch nur mich etwas an und den behandelnden Arzt.
08:30
Und alle sind wir Menschen. Du wirst erzählen. Du wirst... Musik
08:46
Mein Name ist Karl-Heinz Jungnickel und ich bin hier, weil ich einen Menschen erschlagen habe. Sehr gut, das hast du richtig gemacht. Der Hauptfeind des Menschen ist der Mensch. So, Schlutz, aus. Wir haben fest vereinbart, dass Sie mich nicht unterbrechen. Dann kann man eben in einem solchen Rahmen nicht über diese Dinge sprechen. Eberhard, Eberhard, jetzt hör auf.
09:08
Ein Mensch will sich uns anvertrauen. Einer von uns.
09:12
Man muss zuhören. Mit dem Herzen zuhören. Wenn wir ein Aquarium beantragen bei der Klinikleitung, was meint ihr? Das wäre doch fast wie Fernsehen. Red weiter, Heinz. Red, bitte.
09:23
Erleichtere dein Herz. Nein. Also, ich habe eine Idee. Ein Ideechen. Ja? Wo ist das Pflaster?
09:31
Genosse Marschall, Pflaster. So, also da ist es. Ja, danke. So, hier. Hier mit den Mündern. So, hier. So, ja. So, jetzt klebe ich euch den Münder zu, das sind wir alle zu.
09:48
So gut.
09:52
Nun gut, ich habe einen Menschen erschlagen und befinde mich nun in der absurden Lage, dass mir das keiner glaubt. Wochenlang habe ich mich bemüht, meine Schuld zu beweisen. Vergeblich. Und schließlich habe ich dann gebeten, hier eingewiesen und behandelt zu werden. Denn eine andere Erklärung als die, dass ich geisteskrank bin, kann es für das Geschehene, ich korrigiere, für das, was nicht geschehen ist...
10:16
Was ich aber erlebt habe, nicht geben. Von Beruf bin ich ursprünglich Lehrer. Infolge einer psychischen Erkrankung, die mich vor 6 Jahren ereilte, musste ich die Lehrtätigkeit aufgeben. Es kam da im Schulbetrieb zu mehreren hässlichen Szenen. Aber das gehört nicht hierher. Ich wurde damals 2 Jahre lang in der Nervenheilanstalt Arnsdorf behandelt. Medikamentös eingestellt. Ich wiederhole, medikamentös. Haben Sie ...
10:46
Nun hören Sie doch mal auf zu zappeln. Sind wir hier in der Clip-Schule, oder? Eberhard, hoch! Gehen Sie in die Ecke, die Klasse möchte Ihr Gesicht nicht mehr sehen.
10:54
Fragen?
10:56
Wir antworten in ganzen Sätzen.
11:01
Jetzt habe ich die Frage vergessen.
11:03
Nach meiner Entlassung aus der Klinik damals vor, also sechs Jahre ist das mindestens her, da suchte ich Arbeit. Dass ich weiter als Lehrer arbeite, daran war natürlich nicht zu denken. Ich habe lange gesucht und fand schließlich Arbeit in einem Bestattungsunternehmen. Die Arbeit als Leichenfahrer kann man nicht gerade als angenehm bezeichnen. Zumal es an gesellschaftlicher Anerkennung...
11:26
Komm zur Sache, Mensch. Wenn du im Fernsehen wärst, hätten sie dich längst weggezappt. Jetzt hör auf.
11:32
Du siehst doch, dass ihm schwer fällt.
11:34
Warum muss denn das Leben immer langweiliger sein als das Fernsehen? Ich hatte da nun also wieder Arbeit und man kann sagen... Nur Verrückte hier, furchtbar. Oh, Eberhard, mach das Pflaster ab, wie du aussiehst. Dass mein Leben wieder in geordnete Bahnen gelangt war. Eine Zeit lang unterhielt ich sogar intime Beziehungen zu einer guten Bekannten. Applaus, Applaus, Applaus. Mit einer völlig fremden Macht mehr Spaß. Ja Gott, wissen Sie, mir ging es mehr um den... Brunett oder blond?
12:02
Geistigen Kontakt. Soll ich nun erzählen oder nicht?
12:07
Wer weiß denn, was es heute zu essen gibt, Flecke? Ich denke, Grützewurst. Auf dem Plan steht Nierchen. Na, was warst du denn, wenn du es weißt? Ruhe jetzt! Hinsetzen! Der Unterricht ist dann beendet, wenn ich es sage.
12:22
Aber Heinzi... Werden Sie jetzt meine Ausführungen anhören bis zum Ende? Da Sie vorhin so viel Interesse an meiner Bekannten bekundeten.
12:30
würde sie vielleicht interessieren, dass ich den Kontakt nach reiflicher Überlegung abgebrochen habe. Ruhe! Fortwährend auf der Suche nach sich selbst, wie sie sich ausdrückte und belegte deshalb ständig irgendwelche Kurse. Yoga, Bachblüten, fernöstliche Keramik, Bauchtanz. Mit 40 Jahren muss ein Mensch wissen, wer er ist und was er will. Habe ich recht?
12:56
Theoretisch, ja. Praktisch gibt es heute Flecke, Süßhauer. Wen hast du denn nun erschlagen?
13:03
Dazu komme ich ja gleich. Ich möchte auch mal jemanden erschlagen, aber so richtig wie im Fernsehen. Meine Bekannte hatte einen Bruder, Detlef. So hatte ich gewissermaßen einen Schwager. Der pflegte aber, regelmäßig im Gefängnis zu sitzen. So konnte sich ein persönliches Verhältnis...
13:22
Nicht herausbilden. Fragen? Ja, also... Gibt es ein Leben nach dem Tod? Kommen wir zu den eigentlichen Ereignissen. Vielleicht im Fernsehen. Mein Chef...
13:40
schickte mich nach Rossendorf an die Bushaltestelle am Ortseingang, um dort eine Leiche abzuholen und in die Gerichtsmedizin nach Dresden zu verbringen, weil sie nämlich ermordet worden war. Also, die Leiche, ich meine, bevor sie eine Leiche war, genauer gesagt er, denn es war ein Mann. Wie es der Zufall will, war der anwesende Polizist ein Bekannter von mir. Als ich mit dem Leichenwagen eintraf, sagte er zu mir, Flecke.
14:11
Meine Geschichte. Essen ist wichtiger, Brüderchen. Aber ich hab da eine Idee. Ein Ideechen. Das wird dir gefallen. Musik
14:34
Aber das ist doch hirnrissig. Wie soll denn das gehen? Und vor allem, wozu soll das gut sein?
14:38
Aber das geht doch sehr gut, sehr gut geht das. Ich habe das alles aufgeschrieben, genau wie du es gesagt hast.
14:43
Alles, also. Das ist doch herrlich. Ich freue mich, Jungs, ich freue mich. Glotze, du bist das Leichenauto.
14:51
Ja.
14:54
Das ist der reinste Kindergarten.
14:57
Und du, Eberhard, du bist der Polizist. Hier ist dein Text. Ich habe ihn aufgeschrieben. Bürger, weisen Sie sich aus. Nein, nicht doch. Nein, erst wenn ich es sage. Also, das ist mir zu dumm.
15:05
Ich gehe wieder rein.
15:08
Halt hier geblieben. Du bist der Leichenfahrer.
15:10
Da bin ich doch auch. Hirnrissig.
15:11
Na, sag ich doch. Das sag ich doch die ganze Zeit. Also, du kommst an. Rossendorf, Kreuzung. Hast du erzählt. Und dann los. Eberhard, du bist dran.
15:26
Was, ich? Dein Zettel. Hallo, Heinz, da bist du ja endlich. Der Leichnam ist schon fertig. Du kannst ihn gleich mitnehmen.
15:34
War das gut? Ja, es war prima. Jetzt du, Heinz. Was, ich? Ja, na, was du gesagt hast.
15:39
Ein Marschall der Sowjetunion hat's eben drauf. Gott, das weiß ich nicht mehr so genau. Quietschflopp, quietschflopp. Kann nicht mal einer den Scheibenwischer abstellen?
15:47
Oh, mein Mann, konzentrier dich, konzentrier dich. Wie willst du die Vergangenheit erkennen, wenn du dich nicht erinnerst?
15:54
Erinnerst? So werden wir nie erfahren, wer der Mörder war.
15:57
Buff, Buff, Buff, Batterie ist alle. Ich war der Mörder. Bürger, fahren Sie das Auto weg. Zu wem gehört der Tote? Sei doch mal ruhig jetzt. Recht hat der Joe. Alles, was passiert, passiert eigentlich erst, wenn wir uns daran erinnern.
16:13
Wenn ich am Abend einen Film gesehen habe, ja, dann gucke ich und weiter nichts. Aber früh, versteht ihr, dann gucke ich den Film nochmal. Inwendig. Und da verstehe ich ihn erst. Und da weiß ich dann auch immer, wer der Mörder ist.
16:31
Genau, genau, genau, genau. Und so wird es bei uns. Applaus. Applaus. Genau, so machen wir das.
16:38
Ich die hasse. Wollen wir die nicht mal so richtig vergenusswurzeln? Aber so richtig. Und zwar ganz richtig.
16:46
Siehst du mit, Lehrerchen? Ich weiß nicht, wovon sie sprechen.
16:50
Das wirst du gleich sehen. So, so, so. Im Gleichschritt.
16:59
So, meine Herren, in einer Reihe antreten. Wir legen die Bälle in den Korb, in das Körbschen, die Bälle und hopp.
17:18
Heinz, grüß dich. Wir sind soweit fertig. Du kannst die Leiche gleich mitnehmen. Was war denn los?
17:28
Der Geldtransporter ist überfallen worden. Der oder die Täter haben den Fahrer erschlagen. Tür aufgebrochen, Geld raus und fort. Muss ganz schnell gegangen sein, keine drei Minuten. Das ist ja furchtbar, so ein junger Mensch. Sag ich doch, meine Rede. Weil Sie alle den Hals nicht vollkriegen können. Immer nur Geld, Geld, Geld. Zurücktreten. Andreas, nun mach doch mal die Absperrung. Das ist doch furchtbar, wirklich.
17:56
Und streu da doch mal Sand.
18:01
Was war denn das? Die Debilen haben Ausgang. War das falsch? Das war sehr gut, sehr gut, Heinz. Also mach weiter, komm.
18:12
Du sagst es. Wer hat denn den Totenschein? Hab ich.
18:16
Warte.
18:16
Welcher Arzt war denn da? Doktor Tisch.
18:19
Ach Gott. Ganz genau. Der war wieder voll wie eine Hacke. Furchtbar mit dem Mann. Jedes Mal besoffen. Jedes Mal. Der taugt wirklich nur noch zum Totenschein unterschreiben.
18:30
Hier. Das ist sehr gut. Das habt ihr sehr gut gemacht.
18:39
Mutter aus. Komm.
18:41
Und das habt ihr alles so gesprochen? Ja doch.
18:44
Ich erinnere mich an jedes Wort.
18:46
Und wie ging es weiter, weiter? Wie weiter?
18:50
Ich fuhr die B6. Es wurde bereits dunkel. Ruhe, ihr Idioten!
18:58
Also es dämmerte, ich fuhr. Ein großer Vogel strich ganz knapp vor meiner Windschutzscheibe über die Straße und verschwand zwischen den Bäumen. Da habe ich mich ganz schön erschreckt. Und plötzlich sprang dieser Mann auf die Straße. Genau, genau.
19:20
Das bin ich, jetzt bin ich dran. Also, Auto. Alt. Abgewürgt. Und dann riss er auch schon die Beifahrertür auf.
19:31
Gut, das stehen wir jetzt. Also, das machen wir jetzt. Ich versuch das mal, ja? Du machst die Leiche, Eberhard?
19:36
Ja. Du bist die Leiche. Also, los. Immer ich mal.
19:40
Los, los. Klietsch, du, du.
19:46
Sagen Sie mal, sind Sie verrückt geworden? Was fällt Ihnen denn ein? Detlef! Mensch, Heinz, ich freue mich. Das hat er nicht gesagt. Guck auf deinen Zettel.
19:57
Ja doch, ja doch. Das ist doch klar. Er sagte, er sagte. Was ist denn das für eine komische Karre? Sag bloß, das ist ein Leichenwagen. Bist du der Leichenfahrer? Nimmst du mich ein Stück mit?
20:10
Das geht nicht. Das ist gegen die Vorschriften.
20:14
Red nicht. Mir ist die Karre verreckt.
20:18
Ich muss in die Stadt. Und das war also dein Schwager? Genau, also der, der fast einmal mein Schwager geworden wäre.
20:25
Na, so ein Zufall wie im Fernsehen. Kennt ihr die Sendung Aktenzeichen XY? Da war auch mal... Geht bald mal weiter, ich bin schon ganz steif.
20:34
Naja, das ist die Leichenstarre, das ist nur logisch. Also, weiter, weiter, weiter. Recht hast du. Du bist also gefahren und er saß mit drin.
20:40
Nein. Nein.
20:42
Er ist gefahren. Wieso er? Als ich so einen Schreck bekommen hatte, dass mir die Knie gezittert hat.
20:48
Wieso denn? Wieso hast du denn solche Angst gehabt?
20:51
Ich weiß auch nicht. Erst der Vogel, dann die Notbremsung, hinten die Leiche.
20:57
Meine Herren Offiziere, ich weise Sie darauf hin, dass die Front näher rückt.
21:02
Ja, richtig, völlig richtig. Vollkommen recht. Es gibt bald Abendessen, also los, komm. Jetzt machen wir weiter. Plötzlich fährt dein Schwager in den Wald.
21:12
Ja, so war das.
21:13
Hier, du bist dran, Glotze, los. Brr, brr, brr, brr.
21:18
Was machst du? Wo fährst du hin?
21:22
Ich kenn da eine Abkürzung. Eine Abkürzung nach Dresden. Durch den Wald. Alter, vertrau mir.
21:30
Was ist? Warum hältst du?
21:32
Was meinst denn ich? Der Motor ist verreckt. Was ist das nicht gesagt? Das muss ich aber wissen.
21:38
Hör mal, das ist ja keine Kaffeefahrt. Ich muss in die Gerichtsmedizin den Toten abliefern. Die Polizei wartet dort auf mich.
21:45
Quatsch keine Opern. Lauf zurück zur Straße. Vielleicht hält einer an. Ich versuche inzwischen die Karre zu reparieren. Hast du eine Schaufel?
21:53
Was willst du denn mit einer Schaufel?
21:55
Und dann bist du losmarschiert. Entfernung zur Straße?
21:59
200 Meter etwa.
22:01
Es war dunkel.
22:03
Natürlich war es dunkel. Es war immerhin schon 21.30 Uhr. Sag ich doch.
22:07
Sag ich doch. Sag ich doch.
22:11
So, und jetzt kommt das Schönste. Los, alle auf ihre Plätze. Du bist also zur Straße, hast du gesagt?
22:17
Ja, ja, ja. Gut, und dann?
22:20
Ich will nicht darüber sprechen, ich kann nicht.
22:23
Sollen das heißen? Nun komm doch, komm, bitte. Uns kannst du vertrauen, du stehst auf der Straße, und?
22:33
Nichts. Nichts. Die Straße war leer. Ganz leer. Und sie glänzte so seltsam. Und still war es auch. Hast du dich gefürchtet, kleiner Soldat? Ja. Ich hatte Angst. Das erschien mir alles so unwirklich. Der Vogel, nein, sein Schatten. Lautlos gleitet er über den Asphalt. Wie satt ein...
23:01
Beruhig dich, mein Lieber.
23:04
Ganz ruhig, beruhig dich, Guter. Du bist in Sicherheit. Wir sind alle verrückt.
23:11
Und wer fertig ist, legt seine Arbeit hierher, hier auf das Pult. Hier, zu mir, hierher. Eine Nervensache. Kann denn kein Auto?
23:23
Was? Was?
23:25
Nein, wie verhext. Eigentlich ist das ja eine vielbefahrene Straße. Leer, voller Mondlicht. Ich habe mich so einsam gefühlt, so einsam, als wäre ich der einzige Mensch auf der Welt. Auf der ganzen Welt.
23:46
Und dann?
23:48
kommt der Leichenwagen gefahren.
23:51
Ja, ganz langsam, ganz langsam.
23:54
Sei tapfer, Soldat. Nur dein Mut kann dich retten. Du hast dich eben in den Weg gestellt, mitten auf die Straße, im Mondlicht.
24:03
Er geht an, ich steige ein.
24:08
Und da sitzt am Steuer die Leiche. Ja, ja, ja. Hilfe, ich bin verrückt.
24:17
Hilfe, Hilfe. Ich bin verrückt. Oh Mann, ich bin verrückt. Ich bin auch verrückt. Ich habe den Fernsehwahn. Ich bin auch verrückt.
24:25
Ich auch.
24:26
Ich auch. Heilige Scheiße, ich bin verrückt. Ich bin krank. Oh mein Gott. Oh mein Gott. Oh mein Gott.
24:35
Hört auf, bitte.
24:36
Hört auf, hört auf, hört auf. Hört auf, ihr Lieben. Die Debilen können uns hören. Ich bitte euch, hört auf. Beruhigt euch. Was wollt ihr? Was? Geht's uns vielleicht nicht gut hier? Willst du wieder bei deiner Familie hocken, Glotze? Die Frau, Schwiegereltern, Zwillinge, alle hassen dich.
25:03
Was für Zweifel, nur Fernseh gucken. Willst du das? Ihr Lieben, ihr Guten, uns geht es gut. Wunderbar, herrlich leben wir. Wie Könige. Willst du wieder auf irgendwelchen Konferenzen rumhocken? Eberhard, rumkrakehlen. Wenn das Buffet draußen vom Waffenhändler gesponsert ist.
25:29
Hier sind wir frei. Ja, hier sind wir frei. Hier sind wir Menschen. Was wollt ihr mehr?
25:36
Aber hier in mir drin, hier tut es weh.
25:42
Es schmerzt einfach.
25:44
Da sitzt irgendwo eine Lüge. Und die müssen wir rausholen. Was ist dann passiert? Ich kann nicht mehr. Was ist dann passiert?
25:58
Du bist eingestiegen. Ich fürchte mich, schalt aus.
26:01
Du schaust neben dich. Die Leiche öffnet den Mund. Und sagt. Und sagt, ihr seid also zu zweit, ihr Hunde.
26:14
Und dann, und dann... Heinz, ich halte es nicht aus.
26:18
Was ist passiert? Was ist geschehen? Bleib jetzt standhaft, Soldat. Raus aus dem Graben. Deine Braut ist bei dir. Was ist denn für eine Braut? Sein Gewehr, du Blödmann.
26:30
Also, Heinz, es klopft. Es klopft.
26:33
Im Sarg. Es hat im Sarg geklopft.
26:36
Nein, bitte nicht.
26:37
Ganz deutlich. Der Sarg war keinen Meter von mir entfernt. Und dann habe ich gesehen... Habe ich gesehen, aus den Augenwinkeln, habe ich gesehen, wie der Sarg aufging. Er ist aufgegangen. Ich schwöre es. Und?
27:04
Wir kommen raus.
27:05
Ich habe ja gar nichts mehr.
27:08
Ich rekapituliere. Heinz war Lehrer, dann Leichenfahrer.
27:13
Detlef sein Fastschwager im Gefängnis, dann auf der Landstraße. Eben dort fährt Heinz in Ausübung seines neuen Berufes.
27:21
Sein schauerliches Gepäck, der frisch ermordete Fahrer eines Geldtransporters.
27:28
Detlef winkt, Heinz hält, beiderseitiges Erkennen, haben wir gespielt, Verblüffung und so weiter.
27:35
Detlef fährt, der Motor streikt. Alles klar. Detlef lenkt den Wagen in den Wald, Heinz will Hilfe holen, läuft zur Straße. Plötzlich der Leichenwagen kehrt zurück. Wer sitzt am Steuer? Detlef? Der frisch ermordete Höchstselbst!
27:58
Verwirrung pur. Hinzu kommen Klopfgeräusche aus dem Sarg. Heinz von der Situation überfordert, zweifelt an seinem Verstand. Das Ganze garniert mit Mondlicht und dem Schrei einer Eule.
28:18
So ähnlich jedenfalls. Die Leiche erweist sich nicht nur als lebendig und fahrtüchtig,
28:26
Sie ist auch aggressiv. Wer war sie? Wer kam raus? Ich weiß es nicht. Aber warum denn nicht? Du saß es doch dicht davor.
28:36
Du brauchst es doch bloß den Kopf zu drehen. Weil mich die Leiche gepackt hat in diesem Moment. Sie hat mich gepackt. Etwa so hier.
28:44
Hör auf, lass mich. Was hat sie gesagt? Wo ist das Geld? Hat sie gebrüllt. Wo ist das Geld? Hilfe! Eberhard, was machst du? Lass ihn los. Wo ist das Geld?
28:56
Ich bin die Leiche. Sei jetzt so ruhig. Ihr wart vorhin dran. So, ich mach ja. Wo ist das Geld? Was denn für Geld? Von dem Überfall. Das Geld. Wie baust du damit? Ich weiß von nichts. Ich weiß von nichts.
29:13
Kinder, Kinder, Kinder, Kinder.
29:15
Rausschläge überhaupt.
29:16
So ist das. So ist das. Du hast. Du. Du. Und so. Nein.
29:23
Spinnen. Ihr, wir sind doch nicht im Fernsehen. Aua! Aua! Aua! Achtung, Achtung. Die Schwester kommt mit dem Klinikdirektor.
29:32
Deckung, Deckung.
29:37
Nein, Harald. Damit ist ein für alle mal Schluss. Ich bin mir einfach zu schade dafür.
29:43
Ach, du Schlange. Du weißt genau, wie du mich wahnsinnig machst.
29:47
Nein, lass das. Mensch, hier sind überall Patienten. Die können uns sehen.
29:50
Ach, das sind doch nur Idioten.
29:52
Wer glaubt denn denen?
29:53
Hast du mit deiner Frau gesprochen?
29:56
Natürlich nicht.
29:58
Und was ist mit der Stelle für meinen Mann?
30:01
Ich bin dran.
30:02
Schluss. Übermorgen habe ich Nachtdienst. Lass uns zurückgehen.
30:07
Du wirst mich noch zur Kunde richten. Ich sehe das ganz deutlich.
30:10
Du bist einfach ein Feigling. Das ist es.
30:13
Kann ich nur Helden geben.
30:16
Sie sind weg. Eberhard, das wollte ich nicht. Ich weiß selbst nicht schon gut. Und so ist es gewesen, wie bei uns.
30:22
Genau so ist es gewesen. Ist es so. Hast du ihn erwürgt? Ich weiß es nicht genau. Ich habe da eine Amnesie. Aber ich glaube, ich habe ihm die Schaufel weggenommen und damit...
30:34
Ich meine also, ich musste mich verteidigen. Es war also keine Absicht, das müsst ihr mir glauben. Ich habe noch nie gehört, das tote Auto fahren.
30:41
Wir müssen Essen ausgabe. Was gibt es denn heute? Flecke, süß, sauer, wie das Leben selbst. Antreten.
30:48
Ach, lass doch den Käse.
30:49
Ganze Kompanie antreten, einrücken zum Essenempfang. Die Irren ziehen ihren Weg, den schweren Weg der Erkenntnis, der zum Essen führt, zum Süßsauren. Ich habe trotzdem nicht kapiert, wo das Problem liegt. Und links...
31:02
Links, zwei, drei, vier. Und aufschließen, vorderhand. Du hast ihn erschlagen, also gehörst du ins Gefängnis und nicht hierher. Wie doch, verstehe doch. Er war doch schon tot.
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Tot, wie kannst du denn weiter? Du hast selber Ruhe.
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Ein Müllauto hat mich später gefunden. Ich lag auf der Straße. Da war ich ohnmächtig. Oh. Ja, hinter mir stand der Leichenwagen. Licht an, Tür offen, Motor lief. Und? Die Leiche? Das ist es ja. Die lag im Sarg.
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Wie vorher. Und dein Schwager? Und ich schwingt gerade aus.
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Die ist um Erdburg verschlossen, versteht ihr? Ich hab das nur geträumt. Es war alles wie vorher. Alles war wie vorher. Nur du nicht.
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Ich bin...
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Ich bin Wahnsinn. Meine Nase meldet Flecke. Die Himmel aufschnitt. Marsch, Marsch. Ah, Sie wollen nicht.
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Ich kann nicht.
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Sie wollen nicht.
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Ich kann das nicht. Tragen Sie doch eine 5 ein.
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Wenn Sie es nicht schaffen, trage ich Ihnen eine 5 ein. Aber nicht ohne, dass Sie es überhaupt versucht haben, Drückeberger. Nehmen Sie Anlauf, Grundstellung, konzentrieren Sie sich und hopp, hopp, hopp und abstoßen.
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Heinz, Heinz! Hör mal, Heinz! Ein gefangener Genosse-Generat?
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Heinz! Ja, was ist? Was?
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Lassen Sie ihn laufen?
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Was hast du eigentlich gemacht, als die Müllfahrer dich gefunden hatten? Ich hatte schon geschlafen. Jo, wirklich. Was quälst du mich? Da ist ein Splitter in deiner Seele. Der muss raus. Raus muss der. Blödsinn.
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Ich bin krank. Ich hab die Schizophrenie.
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Aber vorher erschießen...
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Wie war das, als die Müllwache dich entdeckten?
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Ich stand unter Schock. Geblutet habe ich auch.
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Naja, ich bin ins Auto und bin in die Stadt gefahren, in die Gerichtsmedizin. Und, haben die auf dich gewartet? Ja, ja, ich habe ihnen gleich alles erzählt. Das mit meinem Schwager, mit dem Vogel, der Leiche.
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Halt. Da haben die dich für verrückt erklärt.
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Logisch.
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Aber was war mit der Leiche? Die lag im Sarg, so wie Horst und ich sie gemeinsam in Rossendorf reingelegt hatten. Und da hast du gedacht, dass du verrückt bist, ja?
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Der Faschismus beginnt...
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Guten Morgen. Ich bin sehr traurig über Sie, Herr Stieber. Ganz, ganz traurig bin ich über Sie. Gehen Sie in Ihr Zimmer und schämen Sie sich was.
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Ja. Ich schäme mich. Ja, ich schäme mich.
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Schäme mich, ich schäme mich.
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Was war denn los?
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Ich habe telefoniert. Nach draußen, aus dem Schwesternzimmer. Deine Leiche war vorbestraft. Zweimal wegen Raub.
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Du meinst den Fahrer des Geldtransporters.
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Genau, genau, genau. Und außerdem hat er einen falschen Namen. Hat bei der Firma gearbeitet. Mit falschen Namen. Sein richtiger Name war Roland Mundt.
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Und woher hast du diese Information?
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Die alten Kollegen haben mir geholfen. Feine Kerle, gute Menschen. Ich freue mich.
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Also hat die Leiche das Geld geklaut.
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Na klar. Er hat sich selbst umgebracht, um sich dann in Ruhe ausrauben zu können.
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Das glaubt ihr nicht.
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Und ich auch nicht. Was denn? Zweite Front?
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Die neue Behandlungsmethode des neuen Doktors sah so aus.
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Wir sind in den Keller. Und da...
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Man, darüber nicht sprechen, das ist so grausam. Sag doch, sag doch. Sag doch. Da stand ein Fernseher und daneben lag ein Vorschlaghammer und da hat er von mir verlangt, dass ich das noch nicht einmal ausspreche.
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Der war doch besoffen. Ha! Was ist? Das ist es. Sag das nochmal, sag das nochmal. Das mit dem Arzt, sag das nochmal. Eberhard, schnell.
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Der war besoffen, hab ich gesagt.
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Das ist es. Jetzt hab ich den entscheidenden Gedanken, der den kriminellen Knoten löst. Der Arzt, der den Totenschein unterschrieben hat.
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Komm, Klotze, mach doch leise. Mensch.
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Armeechef, kein Aufklärer.
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Leise.
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Nein, nein. Nein, Herr Lehrer, nein. Die Keule. Mama. Mütze ab im Schulhaus.
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Etwas liegt auf seiner Seele. Eine verlorene Schlacht. Die Vlasov-Armee. Wie kommen wir überhaupt hin?
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Wir nehmen das Lieferauto vom Gärtner. Hast du den Brief mit ihrer Adresse? Ja.
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Alles hört auf mein Kommando. In kurzen Sprüngen vorwärts. In Deckung bleiben. Feind hört mit. Der Feind schläft nicht.
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Glotze, was soll das? Wohin bringst du mich?
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Wir sind schon da.
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Ein alter Schuppen. Na und? Warte, wenn uns der Gärtner erwischt. Parole.
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Gerechtigkeit und Therapie. In Ordnung. Reinkommen. Du wartest hier, bis dich der Gerichtsdiener aufruft.
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Was? Wer? Der Zeuge Jungnickel. Eins, bitte. Sag mal, was soll das alles? Was macht ihr? Was?
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Das Schwägerchen, das ist die Lindenstraße.
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Moment, das haben wir gleich.
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Heinz, sag mal, was ist hier los? Wer sind die Leute? Was wollen die von mir?
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Also, schildern Sie dem Gericht die Ereignisse vom 16. Juli?
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Dem Tag des Überfalls auf den Geldtransporter.
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Schildern Sie. Windet mich los. Sonst lernt er mich kennen. Heinz, mach doch mal. Wie geht's, Angelika?
38:31
Schlecht. Lege halt rum, weil du dich nicht mehr meldest. Nein, keine Privatgespräche. Beantworten Sie die Frage des Gerichts. Aber Dalli. Dalli?
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Die sind wirklich verrückt.
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Ich bin hier im Irrenhaus, stimmt's? Deshalb, die komischen Klamotten. Heinz? Heinz?
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Ja, aber keine Angst, die tun dir nichts.
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Ey doch, du hast sie wohl nicht mehr alle.
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Du sollst antworten. Hört auf, aufhören, hört auf. Was wollt ihr von ihm? Warum habt ihr ihn hierhergebracht?
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Wie habt ihr ihn überhaupt gefunden?
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Die Adresse stand auf dem Brief, den du deiner Freundin geschrieben hast.
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Habt ihr den etwa gelesen? Ja, haben wir. Und gefreut haben wir uns. Riesig gefreut. Sogar Eberhard hat geschmunzelt, wie du geschrieben hast, dass du das erste Mal im Leben das Gefühl hast, Freunde zu haben. Das ist herrlich.
39:29
Ganz herrlich ist das. Das ist Kidnapping. Menschenraub. Dafür wandert ihr ins Loch, ihr Hunde.
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Aber nicht doch, nicht doch. Was redest du? Nirgendwohin wandern wir. Wir sind verrückt. Wir haben waschechte Psychosen. Mit Attest und einem.
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Ist das nicht herrlich? Heinz, um Gottes Willen, hilf mir. Hol einen Arzt. Pfleger. Sagt Ihnen der Name Roland Mund etwas? Mit Idioten rede ich nicht. Der hat mit mir gesessen.
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Da habt ihr den Plan ausgeheckt mit dem Geldtransporter.
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Antworte. Nein. Der Überfall war nur vorgetäuscht. Genauso war es. Sie haben ihren Komplizen verraten und umgebracht, um an das Geld ranzukommen.
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Aber der war da schon tot. Beziehungsweise dann wieder. Ich verstehe es auch nicht.
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Das ist ja der Witz.
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Der Doktor Tisch ist Alkoholiker. Er kann eine Ohnmacht nicht vom Exitus unterscheiden. So kam Mund in deinen Leichenwagen. So war das ganz herrlich, ganz herrlich.
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Eberhard, zeig ihm mal die Spritze.
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Mensch, die ist leer.
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Luft ist da drin. Was glaubst du, was passiert, wenn wir die dir spritzen? Roland!
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Roland hat das Ding alleine ausgeheckt. Aber er zählt hat er es mir, weil er ein Großmaul war. Als ich raus war, habe ich ihn beobachtet. Wochenlang bin ich ihm bei jeder Geldtour, die er machte, hinterher. Und dann, an dem 16. war es soweit. Ich war als Bäuerchen verkleidet mit dem Moped hinterher. Der Geldansport erhält, Mund steigt aus, schaut um sich. Er versteckt das Geld im Gebüsch, nimmt das Handy, telefoniert, stöhnt, dabei...
41:14
Dann haut er sich selber vor den Kopf und fällt um.
41:17
Hat sich selber ohnmächtig geschlagen, der Amateur. Ich, nicht blöde, rein ins Gebüsch, sack, raus, weg. Und dann ist dir das Moped verreckt.
41:27
Bin hingefallen, weil ich so gerast bin. Und warum hast du ausgerechnet mich angehalten? Mensch, das war Zufall.
41:34
Ich wusste doch gar nicht, dass der bei dir liegt. Stellt euch mal den Schock vor. Man hält ein Auto an. Nicht nur, dass eine Leiche im Wagen ist, der eigene Schwager ist der Fahrer.
41:43
Angelika und ich waren nie verheiratet. Aber warum bist du denn in den Wald gefahren?
41:49
Weil mir die Sache zu heiß wurde. Ich wollte das Geld vergraben. Falls die mich doch noch schnappen oder so.
41:59
Sie schicken Heinz also unter dem Vorwand, ein Auto anzuhalten, weg und vergraben das Geld. Und dann... Und dann... Ich buddele.
42:12
Plötzlich höre ich was. Dreh mir. Da denke ich, ich spinne. Geht der Sarg auf und Mund steigt aus. Zum Fürchten, Leute.
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Also regelrecht traurig. Und...
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Und und?
42:30
Na was denn schon?
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Mit dem Rindvieh war da nichts zu reden. Wie ich noch beim Erklären bin, reißt er mir die Schippe aus der Hand und haut sie mir über den Dez. So wollte er mich umbringen, Leute. Ganz eindeutig.
42:42
Aber ich habe einen Rattenfädel. Ein anderer wäre verreckt. Lenken Sie nicht ab, Angeklagter. Die sind ja echt misch.
42:50
Gut, gut, gut. Ich bin dann zu mir gekommen und da war es dunkel. Und gestunken hat es. Und wie ich so noch um mich greife, war es klar. Ich lag im Sarg. Leute, ein anderer, wie ich mal sagen, der hat es im Kopf gekriegt. Also nervlich jetzt, so wie ihr. Ich meine im Kopf eben. Aber ich bin ruhig geblieben. Ich habe die Scharniere gesucht und dann mit dem Stiel vom Kamm, da hat die Stifte rausgemähert.
43:27
ging der Deckel auf.
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Und dann... So war das. Und dann... Und dann... Dann haben sie den Mund erschlagen aus Rache.
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Ich habe eurem Kumpel da den Arsch gerettet, Mensch.
43:43
Der Mund hatte den doch voll an der Gurgel.
43:45
Damit ist der Fall gelöst. Wo ist das Geld?
43:50
Die Kriegskasse. Ich bin also... Ich bin unschuldig.
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Und verrückt bin ich auch nicht. Jungs, wegen dem Geld.
43:59
Da können wir doch reden. Ruhe, Ruhe. Da können wir doch reden. Ruhe, Ruhe. Stopp, Ruhe. Ganz ruhig jetzt, ganz ruhig jetzt. Ruhe, ganz ruhig. Schildern Sie bitte dem Gericht das Verhalten des Zeugen Jungnickel, nachdem Sie Roland Mund niedergeschlagen haben.
44:14
Wozu? Wir wissen doch jetzt alle.
44:16
Heinz war völlig neben der Spur. Der hat wirres Zeug geschrien, ist auf der Straße rumgerannt. Kreuz und quer. Was hat er denn geschrien? Was denn?
44:25
irgendwelchen Kram von der Schule und dass er Lehrer war und irgendwas ich gewollt habe von einem Jungen. Am Ende ist er umgefallen wie ein Sack.
44:33
Ich stand selbstverständlich unter Schock. Ich möchte mal wissen, was meine Schwester an dir findet. Das ist traurig. Deine Schwester hat ebenfalls einen komplizierten Charakter.
44:45
Und du hast den Mund in den Sarg gelegt und bist desertiert.
44:54
Sollte ich ihn vielleicht im Dreck liegen lassen?
44:56
Das ist doch eine Frage der Pietät, falls ihr hier wisst, was das ist. Ich bin weder verrückt, noch habe ich diesen Mann erschlagen. Nein, diesen nicht.
45:06
Was soll das heißen? Ich habe da nochmal angerufen, die Kollegen. Die haben in deiner Schulakte nachgeschaut. Von den Vorfällen damals in der Schule, nachdem du aus dem Schulamt entlassen wurdest.
45:15
Das ist ein anderes Thema. Ja, ja, damals trat meine Krankheit das erste Mal auf.
45:20
Nein, nein, das war nach deiner Entlassung als Lehrer. Genau, früher, als du als Sportlehrer in der 12. Klasse tätig warst. Es gab der Ärger mit einem Schüler, einem gewissen Heiko, Heiko Lehmann. Ich erinnere mich nicht. Heiko Lehmann kam bei einem Sportunfall ums Leben. Er stürzte beim Boxsprung. Einziger Zeuge warst du damals als Sportlehrer. Warst du? Du hast ihn nachsitzen lassen.
45:49
Weil er nicht über den Bock springen wollte. Der Junge war ein ausgemachter Feigling. Ich kann Feigheit nicht ausstehen. Ich auch nicht. In einem Protokoll wird eine Gymnastikkeule erwähnt, die in der Turnhalle herum lag. Das ist sehr stark. Was wollt ihr von mir?
46:06
Das hätte ich nicht von dir gedacht.
46:08
Heinz. Spuck's aus.
46:10
Spuck's aus.
46:11
Was wollt ihr denn? Ja oder nein? Nein.
46:15
Ja oder nein?
46:16
Seitdem sind die Jahre vergangen?
46:17
Ja oder nein?
46:19
Damals wurde alles untersucht. Ja oder nein?
46:23
Er hat mich provoziert. Ich, ich, ich.
46:26
Ja oder ja oder nein oder nein?
46:28
Ja? Ja. Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück. Eins ist fakt. Ich träume.
46:41
Eine andere Erklärung gibt's nicht.
46:52
Im Namen des Wahnsinns ergeht folgendes Urteil. Der Angeklagte Detlef Mayer wird des Totschlags wie des Raubes für schuldig befunden. Er wird zu lebenslangen Verbleib in diesem Institut verurteilt. Die näheren Umstände des Verbleibs sind seitens des Gerichtes mit der Klinikleitung unter Hinweis auf deren außereheliche Aktivitäten abzustimmen. Des Weiteren wird das von ihm erbeutete Geld in Höhe von 380.000 Euro eingezogen und in Gänze der Stiftung zur Unterstützung geistig behinderter Menschen gespendet.
47:32
Ich werde verrückt.
47:34
Der Angeklagte. Karl-Heinz Jungnickel.
47:43
wird des Totschlags an einem seiner Schüler für schuldig befunden.
47:50
Strafmildernd wird sein nervlicher Zustand sowie die Länge des seither verstrichenen Zeitraumes angesehen. Der Angeklagte wird dazu verurteilt, seine ehemalige Freundin und intime Bekannte sowie Bauchtänzerin zu heiraten. Und zu dieser Feier, die hier Anwesenden einzuladen, gegen dieses Urteil kann keine Berufung eingelegt werden. Die Sitzung ist beendet. Musik
48:18
Ich gratuliere im Namen der Heeresleitung.
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Eine Traubenhochzeit.
48:29
Fast so schön wie im Fernsehen.
48:44
Und alles von meinem Geld. Das ist so verrückt. Das ist nicht herrlich, wenn sich die Menschen lieben.
48:50
Das ist doch herrlich. Und jeder hat seine Strafe. Ganz herrlich.
49:15
Spritztour mit Leichenwagen. Kriminalhörspiel von Holger Böhme. Musik Christian Ameis und Frank Mehrfort. Es spielten Hermann Bayer, Klaus Mannchen, Herbert Fritsch, Martin Seifert, Hilmar Eichhorn, Susanne Sachse, Ronald Kukulis und Lukas Eichberg. Ton Andreas Meinetzberger. Regieassistenz Frank Mehrfort. Regie Wolfgang Rindfleisch.
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Produktion Deutschland Radio Berlin 2003 Deutschlandfunk Kultur Wo fängt man an?
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Ähm...
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Wir wollen die Welt durch deine Ohren hören.
50:00
Also, bring dein Hörspiel ins Radio und gewinn den Hörspielpreis Max 15.
50:06
Hä, wieso? Es winkt ein Preisgeld und die Teilnahme am Festival ARD Hörspieltage. Ja, dann mal los.
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Max 15, der Preis für das beste Kurzhörspiel der freien Szene.
50:17
Und ich darf die GewinnerInnen auf die Bühne bitten.
50:19
Die fünf Finalstücke werden in Deutschlandfunk Kultur gesendet und im Zentrum für Kunst und Medien, ZKM, präsentiert. Max 15, der Preis für das beste Kurzhörspiel der freien Szene. Genau so fühle ich mich.
50:33
Schick uns ein Hörspiel mit bis zu 15 Minuten Länge.
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Auch jetzt. Einsendeschluss ist der 1. September. Noch Fragen?
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Mehr Infos unter www.hörspiel-und-feature.de